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Eine blonde Geschäftsfrau im grauen Blazer steht vor einem modernen Gebäude und schaut lächelnd auf ihr Smartphone.

EOS Banking AI Barometer

Was europäische Verbraucher*innen von KI in der Bankenkommunikation erwarten

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Vertrauen, Erwartungen und Hürden: Was Verbraucher*innen über den Einsatz von KI in Banken denken

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Die wichtigsten Ergebnisse des EOS Banking AI Barometers

  • 46 % der europäischen Verbraucher*innen bestätigen, dass sich die Kommunikation mit ihrer Bank durch KI in den letzten drei Jahren verbessert hat, während lediglich 11 % eine Verschlechterung wahrnehmen.
  • Beim Erkennen von Betrug vertrauen 44 % der Befragten einer KI mehr als einem Bankmitarbeitenden, bei der Kreditvergabe sind es dagegen nur 24 %.
  • Menschen, die bereits Zahlungsschwierigkeiten hatten, sind offener für KI im Kundenservice.
  • 60 % der 18- bis 34-Jährigen schätzen die durchgehende Erreichbarkeit von KI, bei den 51- bis 65-Jährigen sind es nur 47 %.

Die Grenzlinie: Wo Verbraucher*innen der KI trauen, und wo nicht.

Künstliche Intelligenz verändert spürbar, wie Verbraucher*innen mit ihrem Finanzinstitut kommunizieren. Das EOS Banking AI Barometer untersucht, wie Verbraucher*innen in Europa den Einsatz von KI in Banken heute bewerten. Wo Vertrauen bereits besteht, wo Zurückhaltung bleibt und welche Erwartungen an KI-Services gestellt werden.

Für die Studie wurden Verbraucher*innen europaweit zu ihren Erfahrungen und Einstellungen gegenüber KI-gestützten Bankdienstleistungen befragt. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: KI wird nicht pauschal akzeptiert oder abgelehnt, sondern stets im Kontext ihres konkreten Nutzens bewertet. Insgesamt hat sich KI jedoch schon im Banking bewährt.

Was erwarten Verbraucher*innen heute von Künstlicher Intelligenz im Kundenservice von Banken?

46 % der europäischen Verbraucher*innen sagen, dass sich die Kommunikation mit ihrer Bank durch KI verbessert hat, nur 11 % nehmen eine Verschlechterung wahr. Fast jede dritte befragte Person (29 %) würde bei sensiblen Finanzthemen sogar lieber mit einer KI sprechen als mit einem Menschen, gleichzeitig vermissen 60 % dabei das Zwischenmenschliche.

Die Akzeptanz hängt klar am Nutzen: 54 % schätzen KI vor allem als Hilfe bei der Informationssuche, jeweils 51 % loben schnellere Kommunikation und die 24/7-Erreichbarkeit. 

Im Fall von Zahlungsschwierigkeiten oder wenn der Überziehungskredit bereits vollständig ausgeschöpft ist, wünschen sich viele Bankkund*innen deutlich mehr aktive Unterstützung durch KI. Besonders groß ist die Zustimmung zu KI-gestützten Warnungen vor einer drohenden Kontoüberziehung: 61 % der Befragten würden solche Hinweise begrüßen. Was erwarten Verbraucher*innen noch von KI im Banking?

Eine Frau mit einem Mobiltelefon in der Hand spricht mit der KI.

Wahrnehmung von KI im Bankalltag

Top 2-Box auf einer Skala von 5 „Stimme voll und ganz zu“ bis 1 „Stimme gar nicht zu“

Bankkund*innen erwarten von KI im Kundenservice vor allem Tempo und Erreichbarkeit; bei komplexeren, urteilsbasierten Aufgaben bleibt die Zustimmung deutlich geringer. Wie bewerten die Befragten je nach Alter und bisheriger Erfahrung mit Zahlungsschwierigkeiten die folgenden Aussagen zum Einsatz von KI in der Kundenkommunikation von Banken? 

Antwort Gesamt 18-34 Jahre 35-50 Jahre 51-65 Jahre Zahlungs­schwierig­keiten Keine Zahlungs­schwierig­keiten
KI macht die Kommunikation schneller. 51 % 59 % 51 % 48 % 59 % 49 %
KI macht die Kommunikation freundlicher. 37 % 45 % 38 % 33 % 46 % 34 %
KI bietet besseren Service, da sie 24/7 verfügbar ist. 51 % 60 % 50 % 47 % 57 % 48 %
KI hilft mir, Informationen leichter zu finden. 54 % 60 % 55 % 51 % 61 % 52 %
KI liefert präzisere Antworten. 36 % 43 % 37 % 33 % 46 % 32 %
KI versteht meine Anliegen gut. 35 % 42 % 35 % 32 % 44 % 32 %
KI kann meine Probleme effektiv lösen. 35 % 45 % 34 % 32 % 44 % 31 %
Mit KI spreche ich bei heiklen Themen lieber als mit einem Menschen. 29 % 38 % 30 % 24 % 39 % 25 %
Mir fehlt bei der KI Kommunikation das Zwischenmenschliche. 60 % 53 % 59 % 64 % 61 % 60 %
KI macht mir Angst (z.B. wegen Datenschutz). 38 % 42 % 37 % 37 % 42 % 36 %
KI hilft mir, den Überblick über meine Finanzen zu behalten. 34 % 41 % 36 % 29 % 44 % 30 %
Portrait von Marwin Ramcke, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe in einem hellen Raum und trägt ein dunkles Sakko

Kund*innen wollen nicht nur reagierende KI, sondern vorausschauende. Kund*innen sind bereit für smartere Services, Banken müssen nur liefern.

Marwin Ramcke
CEO EOS Group

Wie stark vertrauen Verbraucher*innen einer KI bei Kreditentscheidungen?

Das Vertrauen in KI hängt stark vom Anwendungsfall ab. Am größten ist es dort, wo KI vor allem für Sicherheit sorgt: 44 % der Befragten vertrauen einer KI mehr als einem Bankmitarbeiter bei der Erkennung von Betrug und verdächtigen Transaktionen, der höchste Wert aller abgefragten Szenarien. Bei der Kreditvergabe kehrt sich das Bild um: Nur 24 % bevorzugen hier eine KI-Entscheidung, während 46 % klar dem menschlichen Berater vertrauen.

Skepsis bedeutet dabei nicht automatisch Ablehnung: Verbraucher*innen knüpfen ihr Vertrauen an klare Bedingungen: 77 % ist es wichtig, dass Banken offenlegen, wann und wie sie KI einsetzen. Größte Sorge bleibt die Fehleranfälligkeit von KI (46 %), gefolgt von Datenschutzbedenken (35 %) und fehlender Empathie (28 %).

Eine junge Frau steht draußen in einer urbanen Umgebung, hält ihr Smartphone und blickt lächelnd nach vorne. Im Hintergrund sind moderne Gebäude und Bäume zu sehen.

Vertrauen in KI nach Anwendungsfall

Top 2-Box auf einer Skala von 5 „Deutlich mehr Vertrauen in KI“ bis 1 „Deutlich weniger Vertrauen in KI“

Das Vertrauen in KI unterscheidet sich stark je nach Anwendungsfall: Am höchsten ist es bei der Betrugserkennung, am niedrigsten bei der Kreditvergabe. Wie hoch ist das Vertrauen der Befragten in die Entscheidungen einer KI im Vergleich zu den Entscheidungen eines Bank-Mitarbeitenden in den folgenden Szenarien? 

Antwort Gesamt 18-34 Jahre 35-50 Jahre 51-65 Jahre Zahlungs­schwierig­keiten Keine Zahlungs­schwierig­keiten
KI trifft die Entscheidung, ob ich einen Kredit bewilligt bekomme. 24 % 29 % 26 % 20 % 34 % 19 %
KI schlägt mir passende Investitionen / Anlageempfehlungen vor. 31 % 38 % 31 % 28 % 39 % 28 %
KI identifiziert verdächtige Transaktionen / Betrugsversuche auf meinem Konto. 44 % 47 % 43 % 42 % 49 % 42 %
KI schlägt mir maßgeschneiderte Produkte vor. 37 % 44 % 38 % 32 % 45 % 34 %
KI berät mich bei Zahlungsrückstand / Liquiditätsengpässen. 32 % 40 % 31 % 28 % 41 % 28 %
KI kann meine regulären Transaktionen effektiv steuern. 32 % 37 % 32 % 31 % 40 % 29 %

Risiken und Bedenken beim Einsatz von KI in der Kundenbetreuung

Die größte Sorge der Verbraucher*innen ist die Fehleranfälligkeit von KI, gefolgt von Datenschutzbedenken. Wo sehen die Befragten die größten Risiken und Bedenken beim Einsatz von KI in der Kundenbetreuung von Banken?

Antwort Gesamt 18-34 Jahre 35-50 Jahre 51-65 Jahre Zahlungs­schwierig­keiten Keine Zahlungs­schwierig­keiten
Datenschutz und Sicherheit meiner persönlichen Daten 35 % 39 % 32 % 36 % 32 % 37 %
Fehlende Empathie 28 % 26 % 28 % 28 % 29 % 28 %
Angst vor Fehlern / falschen Entscheidungen der KI 46 % 45 % 47 % 46 % 44 % 48 %
Mangelnde Transparenz, wie Entscheidungen zustande kommen 21 % 19 % 21 % 22 % 20 % 21 %
Das Gefühl nicht als Individuum behandelt zu werden 22 % 20 % 23 % 21 % 23 % 21 %
Keine Hilfe bei individuellen Anliegen 25 % 23 % 24 % 26 % 27 % 24 %
Mögliche Diskriminierung durch KI-Algorithmen 19 % 18 % 19 % 18 % 22 % 17 %
Verlust von Arbeitsplätzen bei der Bank durch KI 30 % 32 % 30 % 30 % 31 % 31 %
Ich sehe keine kritischen Punkte. 5 % 3 % 6 % 6 % 4 % 5 %

Welche Unterstützung wünschen sich Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten von KI?

Betroffene wünschen sich von der KI vor allem proaktive Vorschläge. 30 % aller Befragten hatten bereits Schwierigkeiten, eine Rate bei ihrer Bank zu bezahlen, oder haben ihren Dispositionsrahmen überzogen, 25 % hatten bereits Kontakt zu einem Inkassounternehmen. Wer diese Erfahrung gemacht hat, steht KI-Hilfsangeboten deutlich offener gegenüber als der Durchschnitt: 61 % der Betroffenen würden sich von einer KI den Vorschlag wünschen, eine Rate auszusetzen, verglichen mit 52 % bei Nicht-Betroffenen.

Der Wunsch nach menschlicher Unterstützung bleibt dennoch bestehen: 80 % der Betroffenen möchten bei der Klärung von Zahlungsschwierigkeiten einen Menschen einbeziehen, ausschließlich oder nach einem ersten KI-Kontakt. 13 % der Betroffenen können sich aber auch vorstellen, ausschließlich mit einer KI zu kommunizieren, bei Nicht-Betroffenen sind es nur 6 %.

Eine lächelnde junge Frau mit lockigen Haaren in einem gemütlichen gelben Pullover sitzt auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer und schaut auf ihr Smartphone, während sie ein Papierdokument in der Hand hält.

Konkrete Ratenpläne

Betroffene wünschen sich von der KI aktive Vorschläge für einen konkreten Ratenplan, wenn es finanziell eng wird: 

0

Prozent 
der Befragten

„KI senkt die Hürde, sich mit finanziellen Problemen auseinanderzusetzen – der Mensch kommt hinzu, wo Empathie und individuelle Lösungen gefragt sind.“
Daniela Moaca, Senior Manager IT Romania

Daniela Moaca, Senior Manager IT bei EOS Romania, Porträtaufnahme in dunklem Rollkragenpullover.

Proaktive Beratung

Betroffene wünschen sich von der KI den Vorschlag, eine Rate auszusetzen:

0

Prozent 
der Befragten

Wie unterscheidet sich die junge Generation im Umgang mit KI von der Gesamtbevölkerung?

18- bis 34-Jährige sind KI-Angeboten über nahezu alle Szenarien hinweg aufgeschlossener als Ältere: 60 % der 18- bis 34-Jährigen schätzen die 24/7-Erreichbarkeit, bei den 51- bis 65-Jährigen sind es nur 47 %. Auch schätzen die Jüngeren die Schnelligkeit der Kommunikation mit 59 % deutlich häufiger (vor den Älteren mit 48 %). Am deutlichsten zeigt sich der Unterschied bei der tatsächlichen Chatbot-Nutzung: Sie ist bei den Jüngeren mit 28 % mehr als doppelt so hoch wie bei der älteren Altersgruppe (13 %).

Diese Offenheit gegenüber KI setzt sich beim Thema Zahlungsschwierigkeiten fort: 14 % der 18- bis 34-Jährigen würden bei Zahlungsschwierigkeiten ausschließlich mit einer KI kommunizieren, gegenüber 8 % im Gesamtdurchschnitt. Nur 38 % dieser Altersgruppe bestehen auf einem ausschließlich menschlichen Ansprechpartner, der niedrigste Wert aller Altersgruppen.

Ein junger Mann liegt auf einer Couch in seinem Wohnzimmer, trägt Kopfhörer und schaut lächelnd auf sein Smartphone, während er Musik oder einen Podcast genießt.

Kommunikationspräferenz bei Zahlungsschwierigkeiten nach Altersgruppe 

Jüngere Bankkund*innen sind bei fast allen KI-Anwendungen aufgeschlossener als der Durchschnitt, auch bei sensiblen Themen wie Zahlungsschwierigkeiten. Wenn es um die Klärung von Zahlungsschwierigkeiten oder Schulden bei der Bank geht, mit wem würden die Befragten lieber kommunizieren?

Antwort Gesamt 18-34 Jahre 35-50 Jahre 51-65 Jahre Zahlungs­schwierig­keiten Keine Zahlungs­schwierig­keiten
Ausschließlich mit einem Menschen 46 % 38 % 47 % 50 % 41,6 % 48,6 %
Lieber mit einem Menschen, aber eine KI als erste Anlaufstelle ist in Ordnung 39 % 42 % 39 % 38 % 38,7 % 39,6 %
Lieber mit einer KI, da das Thema für mich unangenehm ist 8 % 14 % 8 % 6 % 13 % 6 %
Das ist mir egal (Mensch oder KI) 6 % 7 % 6 % 7 % 7 % 6 %
 Eine Illustration zeigt eine Person, die freundschaftlich ihren Arm um einen Roboter legt. Darunter steht der Text "AI-powered. Human-led.", der die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz symbolisiert.

Fazit: KI im Banking als Ergänzung, nicht als Ersatz

Die Ergebnisse des EOS Banking AI Barometer zeigen: Der Einsatz von KI in Banken wird dann akzeptiert, wenn er einen klaren Nutzen bietet, transparent kommuniziert wird und den Zugang zu menschlicher Unterstützung nicht ersetzt, sondern ergänzt. Banken, die diese Balance halten, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Vertrauen bei ihren Kund*innen.

Über die Studie

Checklist Decision Icon Icon depicting a document or checklist with a checkmark and an 'X' mark, symbolizing task management, decisions, approvals, rejections, or evaluating options.

Institut

Die repräsentative Befragung wurde im Auftrag von EOS durch das Marktforschungsinstitut PureSpectrum im Juli 2026 online durchgeführt

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Länder

11 Länder: Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien, Schweiz

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Vorgehen

Online-Befragung (CAWI), 4.400 Befragte (400 pro Land), Verbraucher*innen zwischen 18 und 65 Jahren, hauptsächlich oder teilweise verantwortlich für die Finanzverwaltung des Haushalts, repräsentativ nach Geschlecht und Alter.

Häufig gestellte Fragen

4.400 Bankkund*innen in 11 europäischen Ländern, 400 pro Land, im Juli 2026 online befragt.

Das kommt auf die Aufgabe an: Bei der Betrugserkennung vertrauen 44 % der KI mehr, bei der Kreditvergabe nur 24 %.

13 % der Betroffenen würden bei Zahlungsschwierigkeiten ausschließlich mit einer KI kommunizieren, ganz ohne menschlichen Kontakt. Der Wunsch nach menschlicher Unterstützung bleibt dennoch dominant: 80 % möchten einen Menschen einbeziehen, sei es von Anfang an oder nach einem ersten KI-Kontakt.

Ja: 18- bis 34-Jährige sind bei nahezu allen KI-Anwendungen deutlich aufgeschlossener, z. B. bei der 24/7-Erreichbarkeit (60 % vs. 47 % der 51- bis 65-Jährigen).

Größte Sorge ist die Fehleranfälligkeit (46 %), gefolgt von Datenschutz (35 %), und fehlender Empathie (28 %).

Fragen zur Studie? Melden Sie sich gerne bei uns.

Lara Flemming, Senior Vice President Corporate Communications & Marketing at EOS

Lara Flemming

Senior Vice President Corporate Communications & Marketing


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