Die EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten 2025“ zeigt:
- Abnehmende Zahlungsmoral schadet Unternehmen.
- Jedes zweite Unternehmen fordert Entlastung durch Bürokratieabbau.
- 43 Prozent wünschen sich effektivere rechtliche Möglichkeiten bei ausbleibenden Zahlungen.
- Strengere EU-Richtlinien sollen Abhilfe schaffen.
Angesichts der abnehmenden Zahlungsmoral von Privat- und Geschäftskunden erwarten europäische Unternehmen Unterstützung von der Politik. Laut der aktuellen EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten 2025“, für die 2.200 Finanzentscheider*innen aus elf europäischen Ländern befragt wurden, fordert jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) den Abbau bürokratischer Hürden. An zweiter Stelle steht der Wunsch nach einfacheren rechtlichen Möglichkeiten, um ausstehende Zahlungen effektiver einfordern zu können (43 Prozent). Auf Platz drei steht die Lockerung der Datenschutzbestimmungen, um Bonitätsüberprüfungen zu erleichtern (40 Prozent), dicht gefolgt von strengeren Regeln für maximale Zahlungsfristen (39 Prozent). Besonders stark ist der Wunsch nach Bürokratieabbau in Deutschland (62 Prozent), am schwächsten in der Schweiz (42 Prozent).
Zahlungsausfälle sind in Europa auf einem Höchststand. Der hohe Bürokratieaufwand schwächt die Unternehmen zusätzlich.
Der Handlungsdruck auf die Politik ist gross: Aktuell wird rund ein Viertel aller Rechnungen in Europa verspätet oder gar nicht bezahlt. Aufgrund der schwachen Zahlungsmoral musste fast die Hälfte der europäischen Unternehmen in der Vergangenheit Gewinneinbussen und höhere Finanzierungskosten hinnehmen, bei 34 Prozent kam es zu Liquiditätsengpässen. Jede fünfte Firma gab an, dass verspätete oder ausbleibende Zahlungen zu einem Rückgang der Investitionen geführt hätten. Jedes sechste Unternehmen fühlte sich sogar in seiner Existenz bedroht.
Als Teil der Inkassobranche unterstützen wir Vorschriften, die Verbraucher schützen und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Gleichzeitig sind wir besorgt darüber, dass die Flut von Vorschriften auf allen Regierungsebenen Innovation und Wohlstand hemmt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen unnötig einschränkt.
„Zahlungsausfälle sind in Europa auf einem Höchststand. Der hohe Bürokratieaufwand schwächt die Unternehmen zusätzlich. Ein Abbau der Regulierungen ist unerlässlich, damit europäische Unternehmen im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleiben und Zukunftsinvestitionen stemmen können“, stellt Marwin Ramcke, CEO der EOS Gruppe fest. Diese Einschätzung teilt auch Georg Kovacs, Board Member and Treasurer of Fenca (Federation of European National Collection Associations) and President of AMCC (Association of Commercial Debt Management): „Als Teil der Inkassobranche unterstützen wir Regelungen, die Verbraucher schützen und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Gleichzeitig sind wir besorgt darüber, dass die Regulierungsflut auf allen staatlichen Ebenen Innovation und Wohlstand hemmt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen unnötig einschränkt.“
Zur EOS Studie „European Payment Practices 2025“
Die Befragung wurde im Zeitraum zwischen dem 27. März und dem 14. Mai 2025 mit Unterstützung des unabhängigen Marktforschungsinstituts Kantar per Online- und Telefoninterview durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 2.200 Finanzentscheider aus Unternehmen in elf europäischen Ländern (jeweils 200 pro Land).
Sie möchten mehr über die aktuelle EOS Studie erfahren? Melden Sie sich gerne.
Carina Bonde
Corporate Communications & Marketing
Tel.: + 49 173 2979331
Entdecke mehr von EOS