Die EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten 2025“ zeigt:
- Erst jedes 8. Unternehmen hat Forderungsmanagement vollkommen digitalisiert
- Spanien, Rumänien und Slowenien sind Vorreiter, Deutschland ist Schlusslicht
- Langsame, nicht-digitalisierte Prozesse sind nach Einschätzung der Unternehmen ein Grund für die schlechte Zahlungsmoral bei Geschäftskunden
- Intelligente Datennutzung und KI eröffnen neue Chancen
Mit einem digitalisierten Mahnwesen können Unternehmen schneller und effektiver auf Zahlungsverzug reagieren. Trotzdem macht nach wie vor nur ein Bruchteil der Firmen in Europa davon Gebrauch. Lediglich jedes 8. europäische Unternehmen (12 Prozent) hat sein Mahnwesen vollständig digitalisiert. Immerhin können knapp drei Viertel bei Zahlungsverzug auf einen teilweise oder sogar weitgehend digitalisierten Mahnprozess (73 Prozent) zurückgreifen. Vor drei Jahren waren es 65 Prozent*. Dies zeigt die aktuelle EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten 2025“, an der 2.200 Finanzentscheider*innen aus Unternehmen in 11 Ländern teilgenommen haben.
Die Spannbreite zwischen Vorreitern und Nachzüglern bei der Digitalisierung des Mahnwesens in Europa ist gross. Den höchsten Digitalisierungsgrad haben Spanien (65 Prozent), Rumänien (64 Prozent) und Slowenien (64 Prozent). Deutsche Unternehmen bilden im europäischen Vergleich das Schlusslicht: Hier haben lediglich 49 Prozent das Mahnwesen weitestgehend und vollkommen digitalisiert.
Ein vollständig digitalisierter Mahnprozess reduziert den manuellen Arbeitsaufwand und beschleunigt Zahlungen.
8 Prozent der europäischen Unternehmen mahnen immer noch weitgehend manuell, 6 Prozent verfügen nicht einmal über einen standardisierten Prozess, um offenen Forderungen nachzugehen.