Suche
Investitionen: CFO Justus Hecking-Veltman über das hervorragende Ergebnis der EOS Gruppe im Geschäftsjahr 2018/19

Wir haben ein hervorragendes Ergebnis erzielt.

Justus Hecking-Veltman ist überaus zufrieden mit dem Ergebnis des EOS Konzerns. Der Geschäftsführer der EOS Gruppe, verantwortlich für Finanzen, erklärt, warum es so bemerkenswert ist und welche Rolle Investitionen dabei spielen.

Herr Hecking-Veltman, wie lief das Geschäftsjahr 2018/19 aus Ihrer Sicht? 

Justus Hecking-Veltman: Ich freue mich über ein äusserst zufriedenstellendes Ergebnis im zurückliegenden Geschäftsjahr. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis vor Steuern, kurz EBT, haben wir erneut das hervorragende Niveau des Vorjahrs erreicht. Das ist deshalb bemerkenswert, weil wir im Berichtszeitraum 2017/18 eine Geschäftsjahresharmonisierung vorgenommen haben. Damals haben wir rund 30 Gesellschaften mit 14 Monaten in den Konzernabschluss einbezogen, der dadurch ausserordentlich hoch ausfiel. Dennoch liegt der Umsatz des EOS Konzerns mit 813,7 Millionen Euro 2,3 Prozent über dem Vorjahr. Mit einem EBT von 270,5 Millionen Euro haben wir zum zweiten Mal in Folge die Marke von 200 Millionen Euro deutlich überschritten. Das ist ein klares Zeichen für unsere nachhaltige Geschäftsentwicklung. 

Dieses Video wird von YouTube bereitgestellt. Mit Klick auf den Akzeptieren-Button erteilen Sie Ihre Einwilligung darin, dass YouTube auf dem von Ihnen verwendeten Endgerät Cookies setzt und damit ggf. personenbezogene Daten verarbeitet. Weitere Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von YouTube unter: https://policies.google.com/privacy?hl=de

Akzeptieren
CEO Klaus Engberding und CFO Justus Hecking-Veltman kommentieren 2018/19.
Details ausblenden
CEO Klaus Engberding und CFO Justus Hecking-Veltman kommentieren 2018/19.

Wie haben Sie das geschafft? 

Hecking-Veltman: Wir sind heute deutlich risikodiversifizierter aufgestellt als noch vor einigen Jahren, denn in den Regionen mit EOS Gesellschaften wird ausgewogener investiert. Im vergangenen Geschäftsjahr war Deutschland wieder der wichtigste Markt im EOS Konzern. Doch West- und Osteuropa haben aufgeholt. Ausserdem konnten wir uns erneut in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten. Mit einem Investment von 668 Millionen Euro in unbesicherte und besicherte Forderungen sowie Immobilien haben wir unser Engagement sogar noch einmal deutlich intensiviert. Insbesondere im Segment besicherter Forderungen haben wir in zahlreichen Ländern NPL-Portfolios angekauft und unser Know-how sowie unsere Kapazitäten aufgestockt. 

Die Niedrigzinsphase hält weiter an. Erschwert das nicht die Aktivitäten im Bereich Forderungskäufe? 

Hecking-Veltman: Es stimmt, die Niedrigzinsphase lockt viele Mitbewerber in den Markt, denn Investitionen in notleidende Forderungen versprachen lange gute Renditechancen. Die Konkurrenz ist stark. Zumal einige Wettbewerber jüngst fusioniert haben und nun auf eine breitere Kapitalbasis zugreifen können. Einige Käufer haben zuletzt allerdings überzogene Beträge gezahlt. So mancher Kapitalgeber ist inzwischen vorsichtiger geworden. Das könnte bedeuten, dass sich der Markt nicht weiter erhitzen wird. Der EOS Konzern sieht im Kauf von NPL auch künftig viel Potenzial, weil wir in zahlreichen Regionen bereits über sehr viel Expertise beim Kauf von Forderungen verfügen. Diese wollen wir auf weitere Länder ausweiten und uns künftig noch stärker als global vernetzter Investor betätigen. Im laufenden Geschäftsjahr planen wir in Deutschland sowie in West- und Osteuropa wieder ein intensives Engagement bei Forderungskäufen. 

EOS betätigt sich verstärkt als global vernetzter Investor.

Justus Hecking-Veltman
Geschäftsführer der EOS Gruppe und verantwortlich für Finanzen

Wie haben sich die Investitionen in die IT bei EOS im vergangenen Jahr entwickelt? 

Hecking-Veltman: Insgesamt haben wir im zurückliegenden Berichtsjahr zehn Millionen Euro in Technologie investiert. Zum einen bauen wir unser Center of Analytics weiter international aus. Es bildet die Basis für die Anwendung von Advanced Analytics. Die Plattform des Centers of Analytics analysiert grosse Datenmengen und bringt sie in eine Form, mit der unsere Inkassosysteme arbeiten können. EOS in Deutschland ist schon an diese Plattform angeschlossen. Unsere Gesellschaften in Frankreich, Spanien und Belgien folgen. Gleichzeitig entwickeln wir unsere zukunftsweisenden Technologien weiter und rollen sie international aus. Die Software Kollekto+ beispielsweise konzipieren wir gerade für insgesamt zwölf Länder in Osteuropa. All dies tun wir nicht zuletzt, um verstärkt Synergien zu nutzen, die IT-Komplexität innerhalb der Gruppe zu verringern und so noch effizienter zu werden. Längerfristig ist es weiterhin unser Ziel, in allen etablierten Märkten eine Top-3-Position zu halten beziehungsweise zu erreichen.

All diese Investitionen erfordern eine starke Kapitalbasis. Wie ist es um sie bestellt? 

Hecking-Veltman: Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin sehr gut. Wir setzen unser Kapital rentabilitätsorientiert ein und optimieren unsere Finanzstruktur ständig. Mit einer Eigenkapitalquote von 28,7 Prozent sind wir sehr solide aufgestellt. Das belegt auch die Ratingnote A der Euler Hermes Rating, die wir jetzt zum 15. Mal in Folge erhalten haben.

EOS Annual Report 2018/19

Kontakt zu EOS

Bildnachweis: Jann Klee

Entdecke mehr von EOS

Zwei Männer im Büro sprechen über die Ergebnisse der Studie European Payment Practices 2025 der EOS Gruppe über Digitalisierung im Forderungsmanagement.

EOS Studie: Digitalisierung im Mahnwesen geht nur schleppend voran

4 Min.
Zögerliche Digitalisierung im Forderungsmanagement bremst Unternehmen aus. Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ zeigt: Deutschland hat Nachholbedarf, Spanien, Rumänien und Slowenien Vorreiter.
Mehr erfahren
Junge Frau arbeitet an einem Laptop in einem modernen Büro.

EOS Studie: Zahlungsmoral in Europa nimmt weiter ab

4 Min.
Studie: Immer mehr Unternehmen in Europa kämpfen mit Zahlungsverzug und Forderungsausfällen – mit gravierenden Folgen für Liquidität und Investitionen.
Mehr erfahren
 Drei Personen führen ein Gespräch in einem Büro.

EOS Studie: Unternehmen fordern weniger Bürokratie

4 Min.
Wie lässt sich die Zahlungsmoral in Europa verbessern? Ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen stehen der Abbau von Bürokratie und wirksamere Maßnahmen zur Einforderung ausstehender Zahlungen.
Mehr erfahren