EOS Studie: Jede*r dritte Schweizer*in würde eigene Daten verkaufen

  • Grosse Chance für Unternehmen: Mehr als ein Drittel der Verbraucher*innen befürwortet „Gegenleistung für Daten“
  • Die Mehrheit ist bereit, mindestens eine persönliche Angabe an vertrauensvolle Unternehmen zu verkaufen
  • Bereitschaft zur Datenfreigabe übersteigt zum Teil sogar die Nachfrage

 

Kloten, 8. Oktober 2020 – In der heutigen digitalen Welt sind Daten wie Kontonummer, Geburtsdatum, Adresse, Gesundheitsfakten oder Kaufverhalten zu einem zentralen Wirtschaftsgut geworden. Daher bestimmen der Umgang mit Daten und ihr Wert sowie die Wertschätzung für deren Nutzung von Seiten der Unternehmen immer stärker den öffentlichen Diskurs. Das bestätigt auch eine aktuelle repräsentative Studie in 17 Ländern zum Thema „Was sind Daten wert?“ des Finanzdienstleisters und ‑investors EOS. Demnach finden über 60 Prozent der Verbraucher*innen in Europa und den USA sowie sogar 70 Prozent in Russland, dass Unternehmen ihre Kund*innen für die Nutzung ihrer Daten entschädigen sollten. Bereit, bestimmte Daten für eine Gegenleistung zur Verfügung zu stellen, ist mehr als ein Drittel der Befragten – in Russland sogar die Hälfte.

Vertrauen und Vergütung als Treiber zu stärkerer Datenpreisgabe

Damit Menschen bereit sind, persönliche Daten preiszugeben, sind Vertrauen in den verantwortungsvollen Umgang mit Daten sowie die Einhaltung gesetzlicher Richtlinien entscheidend. Laut EOS Studie würde die deutliche Mehrheit der Verbraucher*innen einem vertrauenswürdigen Unternehmen mindestens eine persönliche Angabe für Geld verkaufen (Europa: 82 Prozent, USA: 75 Prozent, Russland: 90 Prozent). Am unbedenklichsten gesehen werden die Preisgabe von Kaufentscheidungen sowie Vorlieben für Produkte und Marken. Besonders schützenswert sind hingegen Konto- oder Kreditkartendaten sowie Einblicke ins Bankkonto. Nach dem konkreten Vergütungswunsch gefragt, sind für über die Hälfte der Befragten vor allem Sachprämien und Rabatte attraktiv, während Serviceleistungen in allen Regionen weniger gefragt sind und nur von rund 20 Prozent befürwortet werden.

Datenanalyse als Grundlage für modernes Forderungsmanagement

Dass es sich für Unternehmen lohnt, Verbraucher*innen zur Preisgabe von Daten zu motivieren, zeigt der Blick ins Forderungsmanagement. Denn: Je besser die Daten sind, die über den Käufer eines Produkts oder einer Dienstleistung vorliegen, desto schneller lässt sich dieser im Falle eines Zahlungsausfalls erreichen. Und: Je mehr Erfahrungswerte aus vergleichbaren Forderungsfällen schon vorhanden sind, desto besser passt der vorgeschlagene Ratenplan zur finanziellen Situation der Kund*innen. Die Folge: er wird verlässlicher eingehalten. Beim Inkassodienstleister EOS kommt daher dem Center of Analytics eine zentrale Rolle zu. Dessen Plattform wertet mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen tausende von Inkassovorgängen aus und berechnet so die besten nächsten Bearbeitungsschritte.

Bereitschaft zur Datenfreigabe übersteigt teilweise sogar die Nachfrage

Laut der EOS Studie ist jedem*r fünften Verbraucher*in für die Preisgabe bestimmter Daten bereits eine Gegenleistung angeboten worden. In Europa heben sich Spanien und Rumänien hervor: Hier ist es sogar jede*r Vierte. Teilweise übersteigt jedoch die Bereitschaft zur Freigabe das tatsächliche Angebot an Gegenleistungen von Seiten der Unternehmen. „Ich sehe hier noch grosse Chancen und ungenutztes Potenzial“, betont Joachim Göller.

„Schon heute werden Ratenpläne in vielen EOS Ländern auf Basis intelligenter Datenanalyse erstellt“, erläutert Joachim Göller, Head of Center of Analytics. „Es liegt im Interesse aller Beteiligten, einen Forderungsfall möglichst schnell abzuschliessen, um Kosten auf beiden Seiten zu sparen. Dabei helfen Daten. Je eher der Kontakt zustande kommt und je besser die Zahlungsvereinbarung eingehalten werden kann, desto eher kommt der Gläubiger an sein Geld und wird der Verbraucher schuldenfrei. Daten preiszugeben kann also durchaus im Sinne des säumigen Zahlers sein.“

Sieht grosses Potenzial in der Datenanalyse: Joachim Göller, Head of Center of Analytics, EOS.
Joachim Göller, Leiter des Zentrums für Analytik

Über die repräsentative EOS Studie „Was sind Daten wert?“ 2020

Die EOS Studie, die in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Kantar im Frühjahr 2020 durchgeführt wurde, ist repräsentativ für die (Online-)Bevölkerung ab 18 Jahren in den 17 untersuchten Ländern. Eine Stichprobe von jeweils 1.000 Befragten aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kroatien, Polen, Rumänien, Russland, der Schweiz, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und den USA sowie von 300 Befragten aus Nordmazedonien wurde für die Auswertung verwendet. Die Teilnehmer*innen beantworteten Fragen zu ihrem persönlichen Umgang mit Daten und deren Freigabe, ihrem Vertrauen in Unternehmen sowie ihrer Bereitschaft, Daten gegen Vergütung zu veräussern.

Weitere Informationen zur Umfrage finden Sie hier.

Über die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist einer der führenden technologiebasierten Finanzinvestoren und Experte bei der Bearbeitung offener Forderungen. Schwerpunkt ist der Ankauf von unbesicherten und besicherten Forderungsportfolios. Mit über 40 Jahren Erfahrung und Standorten in 26 Ländern bietet EOS seinen rund 20.000 Kunden weltweit smarte Services rund ums Forderungsmanagement. Hauptzielbranchen sind Banken, Versorgungsunternehmen, der Immobiliensektor sowie E-Commerce. EOS beschäftigt mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehört zur Otto Group.

Weitere Informationen zur EOS Gruppe: www.eos-solutions.com

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