• Studie deckt grössere Lücke bei finanziellen Reserven von Frauen auf.
  • Wie hoch ist die Hürde bei Auseinandersetzung mit Finanzen bei Frauen und Männern?
  • Finanzieller Engpass: Frauen sind eher dazu bereit, auf unnötige Extras zu verzichten als Männer.
  • Männer sind selbstsicherer bei finanziellen Entscheidungen.
  • Lichtblick: Wunsch nach mehr Finanzbildung ist geschlechterübergreifend vorhanden.
Wer hält das Geld zusammen, wenn die Preise steigen und die Inflation galoppiert? Frauen? Männer? Gibt es in diesem Punkt überhaupt einen Unterschied zwischen den Geschlechtern? Wie eine aktuelle Studie von EOS zeigt, lautet die Antwort darauf: Ja!

Frauen sparen eher in der Krise.

Für die „Europeans in Financial Trouble?“ EOS Consumer Study 2023 wurden 7.729 Verbraucher*innen in 13 europäischen Ländern befragt, ob und wie sich ihr Konsum- und Zahlungsverhalten in den vergangenen sechs Monaten verändert hat. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Energiekrise und die damit einhergehende Rekordinflation den europäischen Verbraucher*innen in den vergangenen Monaten einiges abverlangt haben. Viele Menschen haben ihr Konsumverhalten entsprechend angepasst: Mehr als jede*r zweite Studienteilnehmende gibt an, das eigene Preisbewusstsein geschärft zu haben, viele Befragte achten beim Einkaufen zudem vermehrt auf Sonderangebote. Vier von zehn Teilnehmenden gehen noch einen Schritt weiter, indem sie auf unnötige Extras verzichten.

Ein genauer Blick zeigt, dass Frauen dabei oft drastischer vorgehen als Männer. So stimmen bei den männlichen Befragten 37 Prozent der Aussage „Ich verzichte bewusst auf nicht lebensnotwendige Extras“ zu. Bei den Frauen sind es hingegen 41 Prozent. Am meisten schränken die weiblichen Studienteilnehmenden ihre Ausgaben bei Freizeitaktivitäten ein, beispielsweise für Restaurantbesuche (36 Prozent, Männer: 30 Prozent) gefolgt von Ausgaben für Reisen (34 Prozent, Männer: 32 Prozent) und für Kleidung (33 Prozent, Männer: 23 Prozent).

Männer zeigen grösseres Interesse an Finanzen.

Die Erkenntnisse aus der Studie gehen aber über Einschränkungen in bestimmten Lebensbereichen hinaus. Denn die Ergebnisse zeigen, dass das Interesse an Finanzthemen bei Frauen generell vergleichsweise gering ist. Während 43 Prozent der männlichen Teilnehmenden angeben, sich gerne mit geld- und finanzbezogenen Themen auseinanderzusetzen, sind es bei den Frauen lediglich 30 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Befürchtung, in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Dieses Empfinden ist bei den Frauen stärker ausgeprägt: Mit 51 Prozent zeigt sich mehr als die Hälfte der weiblichen Teilnehmenden besorgt über die eigene finanzielle Sicherheit, während es bei den Männern lediglich 42 Prozent sind. Und nur 41 Prozent der Frauen geben an, selbstbewusst Entscheidungen in Geldfragen zu treffen – bei den Männern sind es 54 Prozent.
Diese Unterschiede im Verhalten sind jedoch nicht per se geschlechterspezifisch. Denn die Studie offenbart auch, dass es bei den Teilnehmenden klare faktische Unterschiede in puncto finanzieller Absicherung gibt. So sehen gerade einmal 18 Prozent der weiblichen Teilnehmenden ihre finanziellen Reserven als ausreichend an, während es bei den männlichen Befragten 27 Prozent sind. Eine Tendenz, die sich in Zeiten steigender Preise und wachsender Inflation weiter verschärfen könnte. Frauen mit geringerer finanzieller Absicherung könnten so in eine Verschuldungsspirale geraten. Berufliche und damit auch finanzielle Unabhängigkeit sind essenziell, um solche Entwicklungen zu verhindern.
Sabrina Ebeling, People Lead Corporate Communications & Marketing bei EOS und Mitbegründerin des Netzwerks W:isible sagt: „Geld und Finanzen sind keine ‚Männersache‘. Ich wünsche mir, dass das Bewusstsein bei Frauen wächst und sie ihre finanzielle Unabhängigkeit selbst in die Hand nehmen.“

Geld und Finanzen sind keine 'Männersache'. Ich wünsche mir, dass das Bewusstsein bei Frauen wächst und sie ihre finanzielle Unabhängigkeit selbst in die Hand nehmen.

Sabrina Ebeling
People Lead Corporate Communications & Marketing bei EOS und Mitbegründerin des Netzwerks W:isible.

Der Schlüssel: Mehr Wissen über Geld und Finanzen.

Sabrina Ebeling ist sich jedenfalls sicher: „Geld und Finanzen sind keine ‚Männersache‘.“ Neben ihrer Position als People Lead Corporate Communications & Marketing engagiert sich Sabrina im fe:male Netzwerk W:isible – einer unternehmensweiten Initiative von EOS, die sich für mehr Vielfalt und Chancengleichheit einsetzt. Empowerment hört für Sabrina nicht an den Grenzen ihres Unternehmens auf: „Ich wünsche mir, dass diesbezüglich das Bewusstsein bei Frauen wächst und sie ihre finanzielle Unabhängigkeit selbst in die Hand nehmen. Dann gehören solche Studienergebnisse bald der Vergangenheit an.“

Ein Schlüssel dafür ist auch Wissen über Finanzthemen. Eine annähernd gleich grosse Zahl der befragten Männer (44 Prozent) und Frauen (42 Prozent) würde gern mehr über den Umgang mit Geld lernen. Ein Ergebnis der Studie zumindest ist in diesem Zusammenhang ermutigend: Junge Befragte stellen in puncto Wissensdurst die grösste Gruppe: 51 Prozent der 18- bis 34-Jährigen möchten mehr zum Thema Geld und Finanzen lernen – und zeigen damit, an welcher Stelle Gesellschaften ansetzen können, wenn sie finanzielle Resilienz stärken und flächendeckende Verschuldung verhindern wollen. Und das ganz unabhängig vom Geschlecht.
Wie wirkt sich die Krise auf das Finanzgebaren in verschiedenen europäischen Ländern aus? Wer blickt zuversichtlicher in die Zukunft – alt oder jung? Verschaffen Sie sich einen detaillierten Überblick mit der „Europeans in Financial Trouble?“ EOS Consumer Study 2023.
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Sabrina Ebeling, People Lead Corporate Communications & Marketing at EOS

Sabrina Ebeling
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Carina Bonde, Corporate Communications & Marketing

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Photo credits: EOS