Finanzbildung: Wie sich EOS für die Gesellschaft engagiert.

Um die private Überschuldung einzudämmen, übernimmt EOS Verantwortung und engagiert sich für eine bessere finanzielle Bildung in der Gesellschaft.

  • EOS möchte mit gesellschaftlichem Engagement dazu beitragen, dass Menschen nicht in die Schuldenfalle tappen.
  • Die erste gemeinnützige EOS Gesellschaft finlit foundation bringt Kindern im Alter von 9-13 Jahren bereits den verantwortungsvollen Umgang mit Geld bei.
  • EOS in Slowenien unterstützt das Projekt „Financial School“, welches altersunabhängig Workshops rund ums Thema Finanzen anbietet.
Finanzbildung: Sebastian Richter, Geschäftsführer der finlit foundation
Sebastian Richter setzt sich als Geschäftsführer der finlit foundation für eine schuldenfreie Welt ein.

Schon vor der Corona-Krise waren fast sieben Millionen Menschen in Deutschland überschuldet. Eine Zahl, der die EOS Gruppe mit ihrer ersten gemeinnützigen Gesellschaft, der finlit foundation, entgegenwirken will. „Unser Ziel einer schuldenfreien Welt verpflichtet uns zum Handeln“, sagt Sebastian Richter, Geschäftsführer der finlit foundation, „aber das geht nicht nur durch das operative Geschäft. Wir müssen Überschuldung präventiv angehen – durch gesellschaftliches Engagement im Bereich der Finanzbildung.“ Als Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) vertritt EOS seit jeher das Verbandsmotto „Inkasso heisst Verantwortung.“ Jetzt, mit Blick auf die Folgen der Pandemie, wird die Bedeutung dieser Verantwortung umso deutlicher und bestärkt EOS in den Aktivitäten.

Mehr Finanzkompetenz im Alltag für weniger private Überschuldung.

Dabei agiert EOS nicht nur in Krisenzeiten im sensiblen Umfeld von Schulden und Finanzen. Das vorhandene Knowhow auf diesem Gebiet nutzt EOS auch über das eigene Geschäft hinaus für gesellschaftliche Aktivitäten im Bereich von Kindern und jungen Erwachsenen. „ManoMoneta“ heisst das Bildungsangebot, mit dem die finlit foundation seit September 2020 Finanzwissen in die Klassenzimmer deutscher Schulen bringt. Das Ziel: Mehr Finanzkompetenz im Alltag, damit private Überschuldung gar nicht erst entsteht. „Wir möchten die Themen Geld und Schulden enttabuisieren und die Finanzkompetenz der Menschen verbessern, damit weniger in die Schuldenfalle tappen“, sagt Richter. „Mit der Sensibilisierung für dieses wichtige Thema fangen wir bereits in der Grundschule an.“

Die erste finlit Initiative „ManoMoneta“ richtet sich an Schüler*innen der dritten bis sechsten Klasse und vermittelt Finanzwissen, das im Schulunterricht oftmals zu kurz kommt. Bereits vor Corona hatte finlit das vielfältige Lehrangebot entwickelt, Methoden und Materialien ausgearbeitet und an Pilotschulen getestet. Im September ging die Initiative dann erfolgreich an den Start. „Innerhalb der ersten 6 Monate konnten wir in knapp 100 Schulen bereits mehr als 9.700 Kinder erreichen – und das trotz Corona“, sagt Richter. Wegen der Schulschliessungen wurde das Online-Lehrangebot frühzeitig erweitert und an die Herausforderungen von Präsenz- und Fernunterricht angepasst. Diese Vielfalt und Flexibilität kommen bei Lehrkräften und Kindern gleichermassen gut an. 

Tatjana Radic unterrichtet an der Otfried-Preussler-Grundschule in Berlin. Ihre Klasse 5b ist eine der ersten, die „ManoMoneta“ im digitalen Fernunterricht genutzt hat. „Wir haben das Angebot aufgrund von Corona als eine digitale Unterrichtseinheit von einer Stunde genutzt“, sagt Radic. „Für die Kinder war das eine tolle Abwechslung: Sie waren engagiert und haben viele Fragen gestellt. Die Stunde war kurzweilig und sehr schnell vorbei.“ Und auch für sie als Lehrkraft habe „ManoMoneta“ die Sache leicht gemacht. Das Programm sei eine sinnvolle und leicht integrierbare Ergänzung zum Lehrplan, so Radic: „Der richtige Umgang mit Geld ist für Kinder heute wichtiger denn je.“

Finanzbildung: Tatjana Radic, Lehrerin an der Otfried Preussler Grundschule in Berlin
Tatjana Radic ist Lehrerin an der Otfried Preussler Grundschule in Berlin. Mithilfe der Lehrmaterialien der finlit foundation unterrichtet sie in ihren Klassen den verantwortungsvollen Umgang mit Geld.
Finanzbildung: Natalija Zupan, Geschäftsführerin von EOS in Slowenien
„Vor allem die jungen Leute sind dankbar. In den Workshops lernen sie, wie sie ihre Ausgaben kontrollieren können, um Überschuldung zu vermeiden.“ Natalija Zupan, Geschäftsführerin von EOS KSI

EOS vermittelt Grundlagenwissen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Slowenien.

Auch in Slowenien setzen EOS Mitarbeitende auf Prävention, um private Überschuldung einzudämmen. Seit September 2019 unterstützt EOS in Slowenien in Zusammenarbeit mit dem Finanzmagazin „Moje Finance“ die sogenannte „Financial School“. Das gemeinnützige Projekt bietet Finanzbildung für Jugendliche, Millenials und Erwachsene, die Inhalte werden angepasst, je nach Zielgruppe. Ein Workshop dauert drei Tage, in denen verschiedene Experten Grundlagenwissen zu Geld, Finanzen und Vermögen vermitteln. 

„Wie wir mit Finanzen umgehen, beeinflusst massgeblich unseren Lebensstil. Unabhängig davon, wie viel Geld oder Vermögen wir haben, können wir durch konsequentes Management für unsere finanzielle Sicherheit sorgen“, sagt Natalija Zupan, Geschäftsführerin von EOS in Slowenien. Doch leider sei die finanzielle Kompetenz gerade bei jungen Menschen heute noch recht begrenzt. Deswegen, sagt Zupan, sei sie so begeistert gewesen, als das Finanzmagazin „Moje Finance“ die „Financial School“ ins Leben rief. „Mir gefiel die Idee, Finanzbildung an Kinder und junge Erwachsene zu vermitteln“, sagt sie. „Für mich gehört das zur Grundbildung dazu, wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Je früher man damit anfängt, desto besser für die Zukunft.“ 

Die Mission: Für eine schuldenfreie Welt.

Für Zupan war klar: Sie wollte die „Financial School“ unterstützen. Sie rief in der Redaktion von „Moje Finance“ an. Ob man beim Projekt mit EOS kooperieren wolle? Die Redaktion wollte. Acht Workshops hat Zupan bisher gestaltet, das Feedback der „Schüler*innen“ sei durchweg positiv gewesen. Inhalt waren verschiedene Themen aus der Schuldenwelt. Das können die Gründe sein, warum jemand Schulden macht, die Folgen, die daraus entstehen, Lösungen, um aus der Überschuldung herauszukommen, oder Wege, um gar nicht erst in die Schuldenfalle zu laufen. „Vor allem die jungen Leute sind dankbar“, sagt Zupan. „Sie bekommen ein besseres Verständnis dafür, welche Konsequenzen finanzielle Entscheidungen für ihre Zukunft haben können. In den Workshops lernen sie, wie sie ihre Ausgaben kontrollieren können, um Überschuldung zu vermeiden.“ 

Wegen Corona musste auch Zupan in den letzten Monaten auf Online-Vorträge ausweichen. Doch sobald die Coronakrise vorbei ist, wird sie sich wieder auf den Weg in die Seminarräume machen. „Wir erfüllen unsere Mission – für eine schuldenfreie Welt –  durch präventive Massnahmen“, sagt Zupan.

Sie möchten mehr über das gesellschaftliche Engagement von EOS erfahren? Melden Sie sich gerne bei uns! Wir stellen auch gern den Kontakt zu Sebastian Richter oder Natalija Zupan her.

Photo credits: Getty Images, Matthias Oertel, EOS, privat

Drucken