Die 6 größten Irrtümer über Inkasso

Geht es um das Thema Inkasso, begegnen einem immer wieder Irrtümer – von rufschädigenden und unseriösen Geschäftspraktiken bis zu horrenden Inkassokosten für den Gläubiger. Mit den hartnäckigsten räumen wir jetzt auf.

Inkasso
  • Inkassounternehmen schädigen den Ruf meiner Firma.
  • Nur für Großunternehmen lohnt es sich, ein Inkassounternehmen zu beauftragen.
  • Ein Inkassounternehmen kann grenzüberschreitende Forderungen nicht eintreiben.
  • Wenn ich ein Inkassounternehmen beauftrage, habe ich keinen Zugriff mehr auf die eigenen Fälle.
  • Inkasso geht mit meinen Fällen meistens vor Gericht.
  • Inkasso zu beauftragen, wird für mein Unternehmen als Gläubiger teuer.

1. Inkassounternehmen schädigen den Ruf meiner Firma.

Inkassounternehmen agieren als Vermittler zwischen ihren Kund*innen – den Gläubiger*innen – und ihren säumigen Zahler*innen. Das Ziel sind einvernehmliche Lösungen in Form von Rückzahlungskonzepten. Bei seriösen Inkassounternehmen nehmen sich die Mitarbeiter Zeit, Zusammenhänge zu erklären und zu zeigen, dass es im Sinne des Verbrauchers ist, Schulden zu begleichen. Gemeinsam mit ihm werden Lösungen erarbeitet, die für alle Seiten tragfähig sind – beispielsweise in Form einer langfristigen Ratenzahlungsvereinbarung. So können lange und teure Gerichtsverfahren für beide Seiten vermieden werden und auch die Beziehung zu den Kunden bleibt intakt.

Einen seriösen Inkassodienstleister erkennen Sie daran, ob er als Inkassounternehmen registriert ist. In Deutschland ist das unter www.rechtsdienstleistungsregister.de möglich. Eine Registrierung ist für jedes Unternehmen, das Inkassodienstleistungen anbietet, zwingend vorgeschrieben. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Mitgliedschaft in Branchenverbänden. Der größte ist der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU). Der Bundesverband stellt zusätzlich strenge Anforderungen an seine Mitglieder, was rechtmäßiges Verhalten und Seriosität betrifft. Der BDIU verfügt zur Regulierung von Streitigkeiten über eine unabhängige Schiedsstelle, an die sich Verbraucher*innen wenden können. Die Mitgliederliste für Deutschland finden Sie unter www.inkasso.de. EOS engagiert sich im BDIU und europaweit in der Federation of European National Collection Associations (FENCA) und setzt sich so für Branchenstandards ein. 

Die Reputation aller Beteiligten zu achten und zu schützen hat EOS darüber hinaus fest in seinen Grundwerten verankert – und zwar im Treuhandgeschäft wie beim Forderungskauf. Um für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden, setzt EOS sowohl auf technologische Hilfsmittel als auch auf Menschen, die einen geschulten Blick für die individuelle Situation der säumigen Zahler*innen haben. Unterstützt von Datenanalyse setzen unsere Service-Mitarbeiter*innen alles daran, das Anliegen außergerichtlich und auf Augenhöhe mit den Betroffenen zu klären. Hierfür wird das Personal laufend weitergebildet.

Erklärvideo: So funktioniert Inkasso im digitalen Zeitalter

2. Nur für Großunternehmen lohnt es sich, ein Inkassounternehmen zu beauftragen.

Ein weit verbreiteter Irrglaube, denn auch mittelständische Unternehmen treffen nicht bezahlte Rechnungen schwer und sind so sehr stark auf die Zahlungsmoral ihrer Kunden angewiesen. Bleiben Zahlungen aus, wirkt sich das schnell auf die eigene Zahlungsfähigkeit aus. Hinzu kommt, dass das Forderungsmanagement in Eigenregie gerade in kleineren Unternehmen viel Zeit in Anspruch nimmt – Ressourcen, die anderswo mehr gebraucht werden. Ein professioneller Inkasso-Partner sorgt dafür, dass Sie finanziell handlungsfähig bleiben und Ihre volle Konzentration auf Ihr Kerngeschäft richten können.

3. Ein Inkassounternehmen kann grenzüberschreitende Forderungen nicht eintreiben.

Auch das ist nicht richtig. Natürlich ist spezielles Fachwissen gefragt und das kann nicht jedes Inkassounternehmen leisten. Jedes Land hat seine eigenen kulturellen und rechtlichen Voraussetzungen, die berücksichtigt werden müssen. Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation. Schulden im Ausland einzutreiben ist kompliziert – aber nicht für ein professionelles, international agierendes Inkassounternehmen. Wie EOS das macht, und was die kulturellen Gepflogenheiten Marokkos damit zu tun haben, lesen Sie am besten hier. EOS selbst hat Gesellschaften in 26 Ländern. Zu dem internationalen Netzwerk von Tochter- und Partnerunternehmen gehören 180 Länder inklusive lokalen Know-hows. Hier finden Sie weitere Infos über das EOS Global Collection Netzwerk.

Wie funktioniert grenzüberschreitendes Inkasso bei EOS? Die Antworten gibt’s im Video.

4. Wenn ich ein Inkassounternehmen beauftrage, habe ich keinen Zugriff mehr auf die eigenen Fälle.

Engagieren Sie einen Inkassodienstleister, der Ihre Fälle als Treuhänder bearbeitet, spart das eine Menge Arbeit. Das heißt aber nicht, dass Sie die Kontrolle über Ihr Forderungsmanagement aus der Hand geben. Im Gegenteil: Inkassounternehmen agieren als neutrale Mittler, die sich exakt an die von Ihnen beauftragten Leistungspakete halten. EOS Kund*innen behalten die volle Entscheidungshoheit über ihre Fälle. Um dieser gerecht zu werden, braucht es Transparenz und Überblick über die Aktivitäten. Wie viele meiner offenen Forderungen wurden bereits realisiert? Wie ist der Bearbeitungsstand der restlichen Fälle? In Deutschland z. B. arbeitet EOS mit dem nutzerorientierten Kundenportal EOS Space – Sie haben als Kund*in des EOS DID rund um die Uhr Einblick in das aktuelle Geschehen Ihrer offenen Forderungen.

5. Inkasso geht mit meinen Fällen meistens vor Gericht.

Dass die meisten Inkasso-Fälle vor Gericht landen, ist ein Irrtum, der sehr leicht zu widerlegen ist: Laut dem BDIU landete 2016 gerade einmal jeder zehnte Fall in Deutschland vor Gericht. Bei EOS können sogar 98 Prozent aller bezahlten Fälle im internationalen Inkasso außergerichtlich geklärt werden. Diese Quoten widerlegen das Vorurteil mit Fakten und EOS arbeitet weiter daran, sie auszubauen. Denn: Finden wir eine einvernehmliche Lösung mit säumigen Zahler*innen, entlastet das nicht nur die Gerichte, sondern schützt auch die Beziehung zu Ihren Kund*innen.

6. Inkasso zu beauftragen, wird für mein Unternehmen als Gläubiger teuer.

Natürlich kostet Inkasso etwas und pauschal lässt sich auch kein Preis nennen, weil meist individuell auf die Mandanten zugeschnittene Kostenmodelle vereinbart werden. Allerdings steht dem ein nicht zu unterschätzender Nutzwert gegenüber. Egal in welcher Branche, das Risiko, dass säumige Zahler*innen ihren Pflichten nicht nachkommen können, besteht immer. Gerade die Entwicklungen um die Covid-19-Pandemie haben gezeigt, welche Ausmaße das annehmen kann und dass die Gründe vielfältig sein können. Aber auch abseits aller Krisen sorgt ein starker Inkasso-Partner für mehr Planungssicherheit. Anstatt offene Forderungen anzuhäufen, landen die fehlenden Mittel bei guten Rücklaufquoten schnell wieder auf Ihrem Konto. So wird nicht nur wichtige Liquidität für Ihr Unternehmenswachstum frei, auch können Sie und Ihre Mitarbeiter sich voll und ganz dem Kerngeschäft widmen. 

Sie haben Interesse an weiteren Informationen oder haben weitere Vorurteile, mit denen wir aufräumen können? Melden Sie sich einfach für ein erstes Beratungsgespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Weitere Informationen? Melden Sie sich gerne bei uns!

Photo credits: Klaus Vedfelt / Getty Images

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